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Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Physik an der Universität Dortmund vom 17.09.1996

(mit Änderungen von 1999 und 2002; für die rechtsverbindliche Fassung vgl. Amtliche Mitteilungen der Universität Dortmund)
Die Änderungen für das neue Vertiefungsgebiet: Informatik mit Anwendungen sind farblich hervorgehoben.

Inhaltsübersicht

I. Allgemeines

§ 1 Zweck der Prüfung und Ziel des Studiums
§ 2 Diplomgrad
§ 3 Regelstudienzeit und Studienumfang
§ 4 Prüfungen und Prüfungsfristen
§ 5 Prüfungselemente
§ 6 Prüfungsausschuß
§ 7 Prüferinnen und Prüfer, Beisitzerinnen und Beisitzer
§ 8 Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen, Einstufung in höhere Fachsemester
§ 9 Rücktritt, Versäumnis, Täuschung, Ordnungsverstoß

II. Diplomvorprüfung

§ 10 Zulassung
§11 Zulassungsverfahren
§12 Ziel, Umfang und Art der Prüfung
§13 Bewertung der Prüfungsleistungen
§14 Wiederholung der Diplomvorprüfung
§15 Zeugnis

III. Diplomprüfung

§16 Zulassung zur Diplomprüfung
§17 Umfang und Art der Prüfung
§18 Diplomarbeit
§19 Annahme und Bewertung der Diplomarbeit
§20 Zusatzfächer
§21 Bewertung der Prüfungsleistungen
§22 Wiederholung der Diplomprüfung
§22a Freiversuch
§23 Zeugnis
§24 Diplom

IV. Schlußbestimmungen

§25 Ungültigkeit der Diplom-Vorprüfung und der Diplomprüfung
§26 Einsicht in die Prüfungsakten
§27 Aberkennung des Diplomgrades
§28 Übergangsbestimmungen
§29 Inkrafttreten und Veröffentlichung

I. Allgemeines

§1 Zweck der Prüfung und Ziel der Studiums

(1) Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluß des Studiums im Studiengang Physik. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob die Kandidatin oder der Kandidat die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben hat, die Zusammenhänge ihres bzw. seines Faches überblickt und die Fähigkeit besitzt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.

(2) Lehre und Studium sollen den Studierenden unter Berücksichtigung der Anforderungen und Veränderungen in der Berufswelt die erforderlichen fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden entsprechend so vermitteln, daß sie zu wissenschaftlicher Arbeit, zur kritischen Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnis und zu verantwortlichem Handeln befähigt werden. Da informationstechnische Anwendungen zunehmend das Berufsbild des Physikers prägen, wird diese Komponente als Vertiefungsgebiet angeboten

§2 Diplomgrad

Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung verleiht der Fachbereich Physik der Universität Dortmund den akademischen Grad "Diplomphysikerin'' bzw. "Diplomphysiker'', abgekürzt "Dipl.-Phys.". Die Wahl des Vertiefungsgebiets Informatik mit Anwendungen wird aus der Diplomurkunde vermerkt.

§3 Regelstudienzeit und Studienumfang

(1) Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Diplomprüfung zehn Semester.

(2) Der Studienumfang beträgt höchstens 175 Semesterwochenstunden. Der Pflicht- und Wahlpflichtbereich umfaßt höchstens 158 Semesterwochenstunden. Davon entfallen in der Regel auf den Pflichtbereich im Grundstudium 73 und im Hauptstudium 27 Semesterwochenstunden, auf den Wahlpflichtbereich im Grundstudium 10-12 und im Hauptstudium 28-32 Semesterwochenstunden. Bei Wahl des Vertiefungsgebiets Informatik mit Anwendungen entfallen in der Regel auf den Pflichtbereich im Grundstudium 87 Semesterwochenstunden und im Hauptstudium 30 Semesterwochenstunden, auf den Wahlpflichtbereich im Hauptstudium 36-40 Semesterwochenstunden. Für den Wahlbereich stehen in allen Fällen mindestens 18 Semesterwochenstunden zur Verfügung. Die Studieninhalte sind so ausgewählt und begrenzt, daß das Studium in der Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann. Dabei ist gewährleistet, daß die bzw. der Studierende im Rahmen dieser Prüfungsordnung nach eigener Wahl Schwerpunkte setzen kann. Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen stehen in einem ausgeglichenen Verhältnis zur selbständigen Vorbereitung und Vertiefung des Stoffes und zur Teilnahme an zusätzlichen Lehrveranstaltungen des Wahlbereiches auch in anderen Studiengängen.

§4 Prüfungen und Prüfungsfristen

(1) Der Diplomprüfung geht die Diplom-Vorprüfung voraus. Sie soll in der Regel zu Beginn des fünften Studiensemesters abgeschlossen werden.

(2) Die Meldung zur Diplom-Vorprüfung soll im zweiten Studiensemester, die Meldung zur Diplomprüfung soll im siebten Studiensemester, und zwar jeweils mindestens drei Wochen vor dem ersten Prüfungstermin durch Einreichen des schriftlichen Antrags auf Zulassung zu der Prüfung (§10 bzw. §16) beim Prüfungsausschuß erfolgen. Die Fristen für die Meldung zu den weiteren Prüfungsterminen gibt der Prüfungsausschuß durch Aushang bekannt.

(3) Die Prüfungen können jeweils vor Ablauf der in Absatz 2 und §3 Abs. 1 festgelegten Zeiten abgelegt werden, sofern die für die Zulassung erforderlichen Leistungen nachgewiesen werden.

(4) Prüfungstermine werden individuell abgestimmt. Dabei ist gewährleistet, daß mindestens zwei Prüfungstermine im Semester stattfinden.

§5 Prüfungselemente

(1) Prüfungselemente sind Leistungsnachweise und Fachprüfungen.

(2) Leistungsnachweis ist die Bescheinigung über jeweils eine gemäß der Prüfungsordnung als Zulassungsvoraussetzung für die Diplom-Vorprüfung bzw. die Diplomprüfung geforderte individuell erkennbare Studienleistung (insbesondere Klausurarbeit oder Referat oder Hausarbeit oder Studienarbeit oder mündliche Prüfung oder Praktikumsbericht), die inhaltlich auf eine Lehrveranstaltung von höchstens vier Semesterwochenstunden oder auf eine einsemestrige Lehrveranstaltung bezogen ist. Die Bewertung von Leistungsnachweisen ist den Studierenden jeweils nach spätestens 6 Wochen mitzuteilen.

(3) Fachprüfung ist eine Prüfungsleistung in einem gemäß der Prüfungsordnung vorgesehenen Prüfungsfach/Teilgebiet in Form einer Klausurarbeit von maximal vier Stunden Dauer oder einer mündlichen Prüfung von maximal 45 Minuten Dauer.

§6 Prüfungssausschuß

(1) Für die Organisation der Prüfungen und die durch diese Prüfungsordnung zugewiesenen Aufgaben bildet der Fachbereich Physik einen Prüfungsausschuß . Der Prüfungsausschuß besteht aus der Dekanin bzw. dem Dekan als Vorsitzender bzw. Vorsitzenden, drei weiteren Professorinnen oder Professoren, darunter der Stellvertreterin bzw. dem Stellvertreter der bzw. des Vorsitzenden, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin oder einem wissenschaftlichen Mitarbeiter und zwei Studierenden des Fachbereichs Physik. Der Stellvertreter bzw. die Stellvertreterin der bzw. des Vorsitzenden und die weiteren nichtstudentischen Mitglieder des Prüfungsausschusses werden für zwei Jahre, die studentischen Mitglieder für ein Jahr vom Fachbereichsrat gewählt. Für die Mitglieder des Prüfungsausschusses mit Ausnahme der bzw. des Vorsitzenden und deren bzw. dessen Stellvertreterin bzw. Stellvertreters werden von dem Fachbereichsrat Vertreterinnen oder Vertreter gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Die Zusammensetzung des Prüfungsausschusses ist bekanntzugeben.

(2) Der Prüfungsausschuß achtet darauf, daß die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden und sorgt für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen. Er ist insbesondere zuständig für die Entscheidung über Widersprüche gegen in Prüfungsverfahren getroffene Entscheidungen. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuß dem Fachbereichsrat regelmäßig, mindestens einmal im Jahr, über die Entwicklung der Prüfungen und Studienzeiten zu berichten. Er gibt Anregungen zur Reform der Prüfungsordnung, der Studienordnung und der Studienpläne. Der Prüfungsausschuß kann die Erledigung seiner Aufgaben für alle Regelfälle auf die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden übertragen; dies gilt nicht für Entscheidungen über Widersprüche und den Bericht an den Fachbereichsrat.

(3) Der Prüfungsausschuß ist beschlußfähig, wenn neben der bzw. dem Vorsitzenden oder deren bzw. dessen Stellvertreterin bzw. Stellvertreter und zwei weiteren Professorinnen oder Professoren mindestens zwei weitere stimmberechtigte Mitglieder anwesend sind. Er beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der bzw. des Vorsitzenden. Die studentischen Mitglieder des Prüfungsausschusses wirken bei pädagogisch-wissenschaftlichen Entscheidungen, insbesondere bei der Beurteilung, Anerkennung oder Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen und der Bestellung von Prüferinnen bzw. Prüfern und Beisitzerinnen bzw. Beisitzern, nicht mit.

(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, bei der Abnahme der Prüfungen zugegen zu sein.

(5) Die Sitzungen des Prüfungsausschusses sind nichtöffentlich. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses, ihre Stellvertreterinnen bzw. Stellvertreter, die Prüferinnen und Prüfer sowie die Beisitzerinnen und Beisitzer unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im Öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.

§7 Prüferinnen und Prüfer, Beisitzerinnen und Beisitzer

(1) Der Prüfungsausschuß bestellt die Prüferinnen und Prüfer sowie die Beisitzerinnen und Beisitzer. Zu Prüferinnen und Prüfern dürfen nur Professorinnen und Professoren, habilitierte Hochschulassistentinnen und Hochschulassistenten, habilitierte wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Lehrbeauftragte bestellt werden, die in dem der Prüfung vorangehenden Studienabschnitt eine selbständige Lehrtätigkeit in dem Prüfungsfach an der Universität Dortmund oder der Ruhr-Universität Bochum ausgeübt haben. Zur Beisitzerin oder zum Beisitzer darf nur bestellt werden, wer die entsprechende Diplomprüfung oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt hat.

(2) Die Prüferinnen und Prüfer sind in ihrer Prüfungstätigkeit unabhängig.

(3) Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann für die Diplomarbeit und die mündlichen Prüfungen die Prüferin bzw. den Prüfer vorschlagen. Auf die Vorschläge der Kandidatin bzw. des Kandidaten soll nach Möglichkeit Rücksicht genommen werden.

(4) Die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sorgt dafür, daß der Kandidatin bzw. dem Kandidaten die Namen der Prüferinnen und Prüfer rechtzeitig, mindestens zwei Wochen vor dem Termin der jeweiligen Prüfung, bekanntgegeben werden.

§8 Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen, Einstufung in höhere Fachsemester

(1) Studienzeiten in demselben Studiengang an anderen wissenschaftlichen Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes und dabei erbrachte Studienleistungen werden von Amts wegen angerechnet.

(2) Studienzeiten in anderen Studiengängen oder an anderen als wissenschaftlichen Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes sowie dabei erbrachte Studienleistungen werden von Amts wegen angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. Studienzeiten sowie Studien- und Prüfungsleistungen, die an Hochschulen außerhalb des Geltungsbereichs des Grundgesetzes erbracht wurden, werden auf Antrag angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. Für die Gleichwertigkeit von Studienzeiten und Studienleistungen an ausländischen Hochschulen sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen maßgebend. Im übrigen kann bei Zweifeln an der Gleichwertigkeit die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden.

(3) Diplom-Vorprüfungen und andere gleichwertige Prüfungsleistungen, die der Kandidat an wissenschaftlichen Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes im Studiengang Physik bestanden hat, werden von Amts wegen angerechnet. Diplom-Vorprüfungen und einzelne Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen oder an anderen als wissenschaftlichen Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes werden angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. Anstelle der Diplom-Vorprüfung können in begründeten Ausnahmefällen andere Prüfungsleistungen ganz oder teilweise angerechnet werden, soweit die Gleichwertigkeit nachgewiesen wird. Der Prüfungsausschuß entscheidet über notwendige Ergänzungsleistungen, Absatz 2 Satz 3 und 4 gilt entsprechend.

(4) Prüfungsleistungen in Diplomprüfungen , die die Kandidatin bzw. der Kandidat an wissenschaftlichen Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes in demselben Studiengang erbracht hat, werden von Amts wegen angerechnet. Das gleiche gilt für Prüfungsleistungen in Abschlußprüfungen anderer Studiengänge oder an anderen als wissenschaftlichen Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird.

(5) In staatlich anerkannten Fernstudien oder in vom Land Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit den anderen Ländern und dem Bund entwickelten Fernstudieneinheiten erworbene Leistungsnachweise werden, soweit sie gleichwertig sind, als Studien- oder Prüfungsleistungen von Amts wegen angerechnet. Bei der Feststellung der Gleichwertigkeit sind gemeinsame Beschlüsse der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz zu berücksichtigen.

(6) Leistungen, die mit einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung an dem Versuch Oberstufenkolleg Bielefeld in dem Wahlfach Physik erbracht worden sind, werden als Studienleistungen auf das Grundstudium angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit nachgewiesen wird.

(7) Studienbewerberinnen und Studienbewerbern, die aufgrund einer Einstufungsprüfung gemäß §66 UG berechtigt sind, das Studium in einem höheren Fachsemester aufzunehmen, werden die in der Einstufungsprüfung nachgewiesenen Kenntnisse und Fähigkeiten auf Studienleistungen des Grundstudiums und Prüfungsleistungen der Diplom-Vorprüfung angerechnet. Die Feststellungen im Zeugnis über die Einstufungsprüfung sind für den Prüfungsausschuß bindend.

(8) Zuständig für die Anrechnung von Studienzeiten und Studien- und Prüfungsleistungen nach den Absätzen 1 bis 7 ist der Prüfungsausschuß. Vor Feststellungen über die Gleichwertigkeit sind zuständige Fachvertreterinnen oder Fachvertreter zu hören, falls Zweifel an der Gleichwertigkeit bestehen.

§9 Rücktritt, Versäumnis, Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Bis zu einer Woche vor dem vereinbarten Prüfungstermin kann sich die Kandidatin bzw. der Kandidat ohne Angabe von Gründen bei der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses schriftlich abmelden.

(2) Eine Prüfungsleistung gilt als mit "nicht ausreichend'' (5,0) bewertet, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat zu einem Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn sie bzw. er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt.

(3) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuß unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit der Kandidatin bzw. des Kandidaten kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt werden. Erkennt der Prüfungsausschuß die Gründe an, wird der Kandidatin bzw. dem Kandidaten dies schriftlich mitgeteilt und ein neuer Termin festgesetzt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen.

(4) Versucht die Kandidatin bzw. der Kandidat, das Ergebnis ihrer bzw. seiner Prüfungsleistung durch Täuschung, z.B. Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel, zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend'' (5.0) bewertet. Eine Kandidatin bzw. ein Kandidat, die bzw. der den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von der jeweiligen Prüferin bzw. dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtführenden in der Regel nach Abmahnung von der Fortsetzung der Prüfung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend''(5,0) bewertet. Die Gründe für den Ausschluß sind aktenkundig zu machen. Wird die Kandidatin bzw. der Kandidat von der weiteren Erbringung einer Prüfungsleistung ausgeschlossen, kann sie bzw. er verlangen, daß diese Entscheidung von dem Prüfungsausschuß überprüft wird. Dies gilt entsprechend bei Feststellungen einer Prüferin oder eines Prüfers gemäß Satz 1.

(5) Belastende Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind der Kandidatin bzw. dem Kandidaten unverzüglich schriftlich mitzuteilen und zu begründen. Vor der Entscheidung ist der Kandidatin bzw. dem Kandidaten Gelegenheit zum rechtlichen Gehör zu geben.

II. Diplom-Vorprüfung

§10 Zulassung

(1) Zur Diplom-Vorprüfung kann nach Maßgabe von Absatz 3 nur zugelassen werden, wer

  1. das Zeugnis der Hochschulreife (allgemeine oder einschlägige fachgebundene Hochschulreife) besitzt,
  2. an der Universität Dortmund für den Diplomstudiengang Physik eingeschrieben oder gemäß §70 Abs. 2 UG als Zweithörerin bzw. Zweithörer zugelassen ist.
  3. an folgenden Lehrveranstaltungen nach näherer Bestimmung der Studienordnung teilgenommen und dafür Leistungsnachweise erbracht hat:
3.1 Experimentelle Übungen I für Physiker (1 Leistungsnachweis),
3.2 Experimentelle Übungen II für Physiker (1 Leistungsnachweis),
3.3 Praktikum Chemie für das Wahlpflichtfach Chemie; Übungen zu einer der in der Studienordnung ausgewiesenen Grundvorlesungen der Informatik für das Wahlpflichtfach Informatik. (1 Leistungsnachweis) Für Studierende mit dem Vertiefungsgebiet Informatik mit Anwendungen ist das Wahlpflichtfach Informatik obligatorisch.
3.4 Übungen zu Physik II (1 Leistungsnachweis),
3.5 Übungen zur Physik III (1 Leistungsnachweis),
3.6 Übungen zur Physik IV (1 Leistungsnachweis).

(2) Die in Absatz 1 genannten Voraussetzungen werden im Falle des §8 Abs. 7 durch entsprechende Feststellungen im Zeugnis über die Einstufungsprüfung ganz oder teilweise ersetzt.

(3) Der Antrag auf Zulassung zur Diplom-Vorprüfung ist mit der Meldung zur ersten Teilprüfung schriftlich bei der Vorsitzenden bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. Dem Antrag sind beizufügen:

  1. die Nachweise über das Vorliegen der in Absatz 1 Nrn. l und 2 genannten Zulassungsvoraussetzungen,
  2. die Bezeichnung des Wahlpflichtfaches nach § 12 Abs. 2,
  3. eine Erklärung darüber, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat bereits eine Diplom-Vorprüfung oder eine Diplomprüfung im Studiengang Physik nicht oder endgültig nicht bestanden hat, oder ob sie bzw. er sich in einem anderen, noch nicht abgeschlossenen Prüfungsverfahren befindet,
  4. eine Erklärung darüber, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat der Zulassung von Zuhörerinnen oder Zuhörern bei den mündlichen Prüfungen zustimmt,
  5. gegebenenfalls die Namen der vorgeschlagenen Prüferinnen und Prüfer.

Der Antrag auf Zulassung zur Diplom-Vorprüfung und die Meldung zu den weiteren Teilprüfungen sind jeweils spätestens drei Wochen vor dem Prüfungstermin bei der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses einzureichen. Den Meldungen zu den weiteren Teilprüfungen sind jeweils die den entsprechenden Fachprüfungen zugeordneten Leistungsnachweise gemäß Absatz 1 Nr. 3 beizufügen.

(3) Ist es der Kandidatin bzw. dem Kandidaten nicht möglich, eine nach Absatz 3 Satz 2 und 4 erforderliche Unterlage in der vorgeschriebenen Weise beizufügen, kann ihr bzw. ihm der Prüfungsausschuß gestatten, den Nachweis auf andere Art zu führen.

§11 Zulassungsverfahren

(1) Über die Zulassung entscheidet der Prüfungsausschuß oder gemäß §6 Abs. 2 Satz 5 dessen Vorsitzende bzw. Vorsitzender.

(2) Die Zulassung ist abzulehnen, wenn

a)
die in §10 Abs. 1 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind oder
b)
die Unterlagen unvollständig sind oder
c)
die Kandidatin bzw. der Kandidat die Diplom-Vorprüfung oder die Diplomprüfung in dem Studiengang Physik an einer wissenschaftlichen Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes endgültig nicht bestanden hat oder
d)
die Kandidatin bzw. der Kandidat sich an einer anderen Hochschule in einem noch nicht abgeschlossenen Prüfungsverfahren im selben Studiengang befindet.
 
§12 Ziel, Umfang und Art der Prüfung

(1) Durch die Diplom-Vorprüfung soll die Kandidatin bzw. der Kandidat nachweisen, daß sie bzw. er das Ziel des Grundstudiums erreicht hat und daß sie bzw. er sich insbesondere die inhaltlichen Grundlagen ihres bzw. seines Faches, ein methodisches Instrumentarium und die systematische Orientierung erworben hat, die erforderlich sind, um das weitere Studium mit Erfolg zu betreiben.

(2) Die Diplom-Vorprüfung erstreckt sich auf die folgenden Fächer:

  1. Experimentalphysik,
  2. Theoretische Physik.
  3. Mathematik,
  4. Wahlpflichtfach: Chemie oder Informatik. Bei Wahl des Vertiefungsgebietes Informatik mit Anwendungen ist das Wahlpflichtfach Informatik zu wählen.

(3) Die Diplom-Vorprüfung besteht in den Fächern Experimentalphysik, Theoretische Physik, Mathematik und im Wahlpflichtfach in je einer mündlichen Prüfung. Ist in einem Wahlpflichtfach eine mündliche Prüfung nicht möglich, so kann diese durch eine maximal dreistündige Klausur ersetzt werden.

(4) Die Abgrenzung der Stoffgebiete richtet sich nach den Inhalten der in der Studienordnung aufgeführten relevanten Lehrveranstaltungen des Grundstudiums.

(5) Die mündlichen Prüfungen werden vor einer Prüferin bzw. einem Prüfer in Gegenwart einer Beisitzerin bzw. eines Beisitzers (§7 Abs. 1 Satz 3) als Einzelprüfungen abgelegt. Vor der Feststellung der Note gemäß §13 Abs. 1 hat die Prüferin bzw. der Prüfer die Beisitzerin bzw. den Beisitzer zu hören.

(6) Die mündliche Prüfung dauert je Kandidatin bzw. Kandidat und je Fach mindestens 20 und höchstens 45 Minuten.

(7) Die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der Prüfung in den einzelnen Fächern sind in einem Protokoll festzuhalten. Das Ergebnis der Prüfung ist der Kandidatin bzw. dem Kandidaten im Anschluß an die mündliche Prüfung bekanntzugeben.

(8) Macht die Kandidatin bzw. der Kandidat durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, daß sie bzw. er wegen ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, hat ihr bzw. ihm der bzw. die Vorsitzende des Prüfungsausschusses zu gestatten, gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen.

(9) Studentinnen und Studenten, die sich zur gleichen Prüfung gemeldet haben, werden nach Maß gabe der räumlichen Verhältnisse als Zuhörerinnen bzw. Zuhörer zugelassen, sofern die Kandidatin bzw. der Kandidat nicht widerspricht. Die Zulassung erstreckt sich nicht auf die Beratung des Prüfungsergebnisses und dessen Bekanntgabe an die Kandidatin bzw. den Kandidaten.

(10) Auf die Prüfungsleistungen der Diplom-Vorprüfung werden gleichwertige Leistungen im Rahmen einer Einstufungsprüfung gemäß §66 Abs. 1 UG angerechnet.

§13 Bewertung der Prüfungsleistungen

(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen (Fachnoten) werden von den jeweiligen Prüferinnen bzw. Prüfern festgesetzt. Für die Bewertung sind folgende Noten zu verwenden:

1 = sehr gut = eine hervorragende Leistung;
2 = gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;
3 = befriedigend = eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht;
4 = ausreichend = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt;
5 = nicht ausreichend = eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.

Durch Erniedrigen oder Erhöhen der einzelnen Noten um 0,3 können zur differenzierten Bewertung Zwischenwerte gebildet werden. Die Fachnoten 0,7, 4,3, 4,7 und 5,3 sind dabei ausgeschlossen.

(2) Die Prüfung ist bestanden, wenn sämtliche Fachnoten mindestens "ausreichend'' (bis 4.0) sind.

(3) Die Gesamtnote errechnet sich aus dem Durchschnitt der Fachnoten in den einzelnen Prüfungsfächern. Die Gesamtnote einer bestandenen Prüfung lautet

bei einem Durchschnitt bis 1,5 = sehr gut
bei einem Durchschnitt über 1,5 bis 2,5 = gut
bei einem Durchschnitt über 2,5 bis 3,5 = befriedigend
bei einem Durchschnitt über 3,5 bis 4,0 = ausreichend

(4) Bei der Bildung der Gesamtnote wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.

§14 Wiederholung der Diplom-Vorprüfung

(1) Die Prüfung kann jeweils in den Fächern, in denen sie nicht bestanden ist oder als nicht bestanden gilt, zweimal wiederholt werden. Eine dritte Wiederholung ist nicht zulässig.

(2) Vor einer Festsetzung der Note "nicht ausreichend" nach der zweiten Wiederholung einer Klausurarbeit hat die Kandidatin oder der Kandidat sich einer mündlichen Ergänzungsprüfung zu unterziehen. Für die Abnahme und Bewertung der mündlichen Ergänzungsprüfung gelten § 12 Abs. 5 bis 6 und 8 bis 10 sowie § 13 Abs. 1 entsprechend.  Aufgrund der mündlichen Ergänzungsprüfung wird für die Klausurarbeit die Note "ausreichend" (4,0) oder "nicht ausreichend" festgesetzt. Das Gesamtergebnis ist im Protokoll festzuhalten und der Kandidatin oder dem Kandidaten im Anschluss an die Prüfung bekanntzugeben.

§15 Zeugnis

(1) Über die bestandene Diplom-Vorprüfung wird möglichst innerhalb von vier Wochen nach dem Erbringen der letzten Prüfungsleistung ein Zeugnis ausgestellt, das die einzelnen Fachnoten und die Gesamtnote enthält. Das Zeugnis ist von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. Als Datum des Zeugnisses ist der Tag anzugeben, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht wurde.

(2) Ist die Diplom-Vorprüfung endgültig nicht bestanden oder gilt sie als nicht bestanden, erteilt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Kandidatin bzw. dem Kandidaten hierüber einen schriftlichen Bescheid, der auch darüber Auskunft gibt, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Diplom-Vorprüfung wiederholt werden kann.

(3) Der Bescheid über die nicht bestandene Diplom-Vorprüfung ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

(4) Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat die Diplom-Vorprüfung endgültig nicht bestanden, wird ihr bzw. ihm auf Antrag gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise und der Exmatrikulationsbescheinigung eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt, die die Prüfungsleistungen und deren Noten enthält.

III. Diplomprüfung

§16 Zulassung zur Diplomprüfung

(1) Zur Diplomprüfung kann nur zugelassen werden, wer

  1. das Zeugnis der Hochschulreife (allgemeine oder einschlägige fachgebundene Hochschulreife) besitzt oder die Einstufungsprüfung (§8 Abs. 7) bestanden hat;
  2. die Diplom-Vorprüfung in dem Studiengang Physik oder eine gemäß §8 Abs. 3 als gleichwertig angerechnete Prüfung bestanden hat;
  3. an der Universität Dortmund für den Diplom-Studiengang Physik eingeschrieben oder gemäß §70 Abs. 2 UG als Zweithörerin bzw. Zweithörer zugelassen ist;
  4. an folgenden Lehrveranstaltungen nach näherer Bestimmung der Studienordnung teilgenommen und dafür Leistungsnachweise erbracht hat:
    4.1
    Physikalisches Praktikum für Fortgeschrittene I (1 Leistungsnachweis),
    4.2
    Physikalisches Praktikum für Fortgeschrittene II (1 Leistungsnachweis),
    4.3
    Übung zu einer der experimentellen Vorlesungen nach Wahl der Kandidatin bzw. des Kandidaten (1 Leistungsnachweis):
    a)
    Einführung in die Festkörperphysik oder
    b)
    Einführung in die Kern- und Elementarteilchenphysik,
    4.4
    Übung zu einer der theoretischen Vorlesungen nach Wahl der Kandidatin bzw. des Kandidaten (1 Leistungsnachweis):
    a)
    Thermodynamik und Statistik oder
    b)
    Festkörpertheorie oder
    c)
    Elementarteilchentheorie oder
    d)
    Computational Physics,
    4.5
    Seminar über ein Teilgebiet der Physik (1 Leistungsnachweis)
    4.6
    Hauptpraktikum (1 Leistungsnachweis)

(2) In dem Antrag auf Zulassung zur Diplomprüfung sind die gewählten Prüfungsfächer gemäß §17 und gegebenenfalls die Zusatzfächer gemäß §20 zu bezeichnen. Im übrigen gelten die §§10 und 11 entsprechend.

(3) Die Kandidatin bzw. der Kandidat meldet seine Teilnahme an einer Fachprüfung jeweils spätestens drei Wochen vor dem Prüfungstermin beim Prüfungsausschuß an. Der Meldung sind die dem jeweiligen Prüfungsfach zugeordneten Leistungsnachweise gemäß §16 Abs.1 Nr.4 beizufügen. Der Leistungsnachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Fortgeschrittenenpraktikum der Physik muß bei der Meldung zu den Prüfungen in Experimentalphysik und Theoretischer Physik gemäß §17 Abs. (2) Nrn. 1 und 2 vorliegen.

(4) Der Leistungsnachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Hauptpraktikum ist spätestens bei Anmeldung zur Diplomarbeit vorzulegen.

§17 Umfang und Art der Prüfung

(1) Die Diplomprüfung besteht aus
1. den Fachprüfungen,
2. der Diplomarbeit.
Die Fachprüfungen können studienbegleitend abgelegt werden, soweit die nach §16 Abs. 3 erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Fachprüfungen sollen vor Beginn der Diplomarbeit abgelegt sein.
(2) Die Fachprüfungen der Diplomprüfung bestehen aus je einer mündlichen Prüfung in

  1. Experimentalphysik,
  2. Theoretischer Physik,
  3. dem ersten Nebenfach gemäß Absatz 4 ( physikalisches Nebenfach),
  4. dem zweitem Nebenfach gemäß Absatz 5 ( nichtphysikalisches Nebenfach).

(3) Der Prüfungsausschuß kann im Einzelfall für die Prüfung im zweiten Nebenfach auch eine höchstens vierstündige Klausur zulassen. Eine solche Entscheidung des Prüfungsausschusses ist für alle Studierenden verbindlich, die sich der gleichen Prüfung unterziehen. Sie ist mindestens zwei Monate vor dem jeweiligen Prüfungstermin durch Aushang bekanntzumachen. Der Kandidat darf in die benotete Prüfungsarbeit innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses Einblick nehmen.

(4) Die Prüfung im ersten Nebenfach erstreckt sich auf Anwendungen der Physik in einem umfangreichen Teilgebiet, das sich nicht mit den Inhalten der den Fachprüfungen gemäß Absatz 2 Nrn. 1 und 2 zugeordneten Pflichtveranstaltungen deckt. Das erste Nebenfach kann sich auf das Lehrangebot der Ruhr-Universität Bochum erstrecken.

(5) Das zweite Nebenfach kann aus folgenden Fächern gewählt werden:

  • Bauwesen
  • Chemie
  • Chemietechnik
  • Elektrotechnik
  • Informatik
  • Maschinenbau
  • Mathematik
  • Raumplanung
  • Statistik
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Im Fall des Vertiefungsgebiets Informatik mit Anwendungen muss das 2. Nebenfach aus der Informatik, angewandten Informatik oder Informationstechnologie gewählt werden.

In begründeten Einzelfällen kann der Prüfungsausschuß auf Antrag der Kandidatin bzw. des Kandidaten als zweites Nebenfach ein anderes an der Universität Dortmund oder der Ruhr-Universität Bochum vertretenes Fach, das in sinnvollem Zusammenhang mit den beiden Hauptfächern und dem ersten Nebenfach steht, zulassen.

(6) Die Abgrenzung der Stoffgebiete in Experimentalphysik und Theoretischer Physik richtet sich nach den Inhalten der von der Kandidatin bzw. dem Kandidaten nach §16 Abs. 1 Nrn. 4.1 bis 4.5 gewählten Lehrveranstaltungen.

(7) Für die mündlichen Prüfungen gilt §12 Abs. 5 - 9 entsprechend.

§18 Diplomarbeit

(1) Durch die Diplomarbeit soll die Kandidatin bzw. der Kandidat zeigen, daß sie bzw. er in der Lage ist, eine experimentelle oder theoretische Aufgabe aus dem Gebiet der Physik nach bekannten Verfahren und wissenschaftlichen Gesichtspunkten selbständig zu bearbeiten. Die Anfertigung der Diplomarbeit ist Bestandteil der wissenschaftlichen Ausbildung.

(2) Die Diplomarbeit kann von jeder Professorin oder jedem Professor sowie jeder Privatdozentin oder jedem Privatdozenten der Universität Dortmund ausgegeben werden, soweit diese auf dem Gebiet der Physik Forschung betreiben. Bei Wahl des Vertiefungsgebiets Informatik mit Anwendungen soll die Diplomarbeit einen Schwerpunkt auf dem Gebiet der Anwendung informationstechnischer Methoden in der Physik haben. Die Diplomarbeit kann erst nach der Zulassung der Kandidatin bzw. des Kandidaten zur Diplomarbeit ausgegeben werden. Die Ausgabe erfolgt über die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Der Zeitpunkt der Ausgabe ist aktenkundig zu machen. Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann eine Aufgabenstellerin oder einen Aufgabensteller vorschlagen.

(3) Für die Themenstellung hat die Kandidatin bzw. der Kandidat ein Vorschlagsrecht, von dem sie bzw. er insgesamt zweimal Gebrauch machen kann. Wird ein Vorschlag abgelehnt, so ist dies durch die Betreuerin bzw. den Betreuer oder den Prüfungsausschuß fachlich zu begründen.

(4) Auf Beschluß des Fachbereichsrates kann die Diplomarbeit auch in einer Einrichtung außerhalb der Universität Dortmund durchgeführt werden, wenn sie dort von einem der in Absatz 2 genannten Prüferinnen bzw. Prüfer betreut werden kann.

(5) Auf Antrag sorgt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dafür, daß eine Kandidatin bzw. ein Kandidat rechtzeitig ein Thema für eine Diplomarbeit erhält.

(6) Die Bearbeitungszeit für die Diplomarbeit beträgt neun Monate. Sie beginnt mit der Ausgabe des Themas gemäß Absatz 2. Der neunmonatigen Bearbeitungszeit geht eine dreimonatige Einarbeitungszeit voraus. Das Thema und die Aufgabenstellung müssen so lauten, daß die zur Bearbeitung vorgegebene Frist eingehalten werden kann.

(7) Im Einzelfall kann auf begründeten Antrag der Prüfungsausschuß die Bearbeitungszeit ausnahmsweise um höchstens vier Wochen, bei einem empirischen, experimentellen oder mathematischen Thema um höchstens sechs Wochen verlängern.

(8) Das Thema kann nur einmal und nur innerhalb der ersten drei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden.

(9) Der Umfang der Diplomarbeit soll in der Regel 100 Seiten nicht übersteigen.

(10) Bei der Abgabe der Diplomarbeit hat die Kandidatin bzw. der Kandidat schriftlich zu versichern, daß sie bzw. er seine Arbeit selbständig verfaßt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie Zitate kenntlich gemacht hat.

§19 Annahme und Bewertung der Diplomarbeit

(1) Die Diplomarbeit ist fristgemäß beim Prüfungsausschuß in zweifacher Ausfertigung abzuliefern; der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Bei Posteinlieferung ist das Datum des Poststempels maßgeblich. Wird die Diplomarbeit nicht fristgemäß abgeliefert, gilt sie als mit "nicht ausreichend'' (5,0) bewertet.

(2) Die Diplomarbeit ist von zwei Prüferinnen bzw. Prüfern zu begutachten und zu bewerten. Die erste Prüferin bzw. der erste Prüfer soll die Professorin bzw. der Professor oder diejenige Privatdozentin bzw. derjenige Privatdozent sein, der die Arbeit ausgegeben hat. Die zweite Prüferin bzw. der zweite Prüfer wird von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmt. Sofern zwingende Gründe dies erfordern, kann der Prüfungsausschuß im Einzelfall abweichend von §7 (1) auch Professorinnen und Professoren, habilitierte Assistentinnen oder Assistenten und habilitierte wissenschaftliche Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter anderer Universitäten als zweite Prüferin bzw. zweiten Prüfer zulassen. Mindestens eine bzw. einer der beiden Prüferinnen und Prüfer muß Professorin bzw. Professor oder Privatdozentin bzw. Privatdozent des Fachbereichs Physik der Universität Dortmund sein.

(3) Die einzelne Bewertung ist entsprechend §13 Abs. 1 vorzunehmen und schriftlich zu begründen. Bei nicht übereinstimmender Bewertung durch die beiden Prüferinnen bzw. Prüfer wird die Note der Diplomarbeit aus dem arithmetischen Mittel der beiden Noten gebildet, sofern die Differenz weniger als 2,0 beträgt. Beträgt die Differenz 2,0 oder mehr, so wird vom Prüfungsausschuß eine dritte Prüferin bzw. ein dritter Prüfer zur Bewertung der Diplomarbeit bestimmt. In diesem Fall wird die Note der Diplomarbeit aus dem arithmetischen Mittel der beiden besseren Noten gebildet. Die Diplomarbeit kann jedoch nur dann als `ausreichend' (4,0) oder besser bewertet werden, wenn mindestens zwei Noten `ausreichend' (4.0) oder besser sind.

(4) Die Bewertung der Diplomarbeit ist der Kandidatin bzw. dem Kandidaten spätestens 8 Wochen nach der Abgabe mitzuteilen.

§20 Zusatzfächer

(1) Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann sich vor Abschluß der letzten Prüfung gemäß §17 in weiteren als den vorgeschriebenen Fächern einer Prüfung unterziehen (Zusatzfächer).

(2) Das Ergebnis der Prüfung in diesen Fächern wird auf Antrag der Kandidatin bzw. des Kandidaten in das Zeugnis aufgenommen, jedoch bei der Festsetzung der Gesamtnote nicht mit einbezogen.

§21 Bewertung der Prüfungsleistungen

(1) Für die Bewertung der Leistungen in den einzelnen Prüfungsfächern und die Bewertung der Diplomarbeit sowie für die Bildung der Gesamtnote gilt §13 entsprechend. Die Diplomprüfung ist auch dann nicht bestanden, wenn die Diplomarbeit mit der Note "nicht ausreichend'' bewertet worden ist.

(2) Bei der Bildung der Gesamtnote wird jede Fachnote einfach, die Note der Diplomarbeit doppelt gewertet.

(3) Bei überragenden Leistungen wird anstelle der Gesamtnote "sehr gut'' die Gesamtnote "mit Auszeichnung'' erteilt, wenn die Diplomarbeit von beiden Prüferinnen bzw. Prüfern mit 1,0 beurteilt wurde und alle an der Diplomprüfung beteiligten Prüferinnen und Prüfer zustimmen.

§22 Wiederholung der Diplomprüfung

(1) Fachprüfungen können bei "nicht ausreichenden'' Leistungen höchstens zweimal wiederholt werden. § 14 Abs. 2 gilt entsprechend.

(2) Die Diplomarbeit kann bei "nicht ausreichender'' Leistung höchstens einmal wiederholt werden. Eine Rückgabe des Themas der Diplomarbeit entsprechend §18 Abs. 8 ist nur zulässig, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat bei der Anfertigung seiner ersten Diplomarbeit von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht hat.

§22a Freiversuch

(1) Legt die Kandidatin bzw. der Kandidat bis zum Ende des 8. Semesters nach ununterbrochenem Studium eine Fachprüfung des Hauptstudiums ab und besteht er diese Prüfung nicht, so gilt sie als nicht unternommen (Freiversuch). Ein zweiter Freiversuch ist ausgeschlossen. Satz 1 gilt nicht, wenn die Prüfung aufgrund eines ordnungswidrigen Verhaltens, insbesondere einer Täuschung, für nicht bestanden erklärt wurde.

(2) Fachsemester im Sinne dieser Regelung sind die an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen im Geltungsbereich des Universitätsgesetzes absolvierten Fachsemester im Diplomstudiengang Physik.

(3) Bei der Berechnung von Studiensemestern entsprechend Absatz 1 bleiben Fachsemester unberücksichtigt, in denen die Kandidatin bzw. der Kandidat nachweislich wegen längerer, schwerer Krankheit oder aus anderen zwingenden Gründen am Studium gehindert war. Ein Hinderungsgrund ist insbesondere anzunehmen, wenn mindestens vier Wochen der Mutterschutzfrist in die Vorlesungszeit fallen. Für den Fall der Erkrankung ist erforderlich, daß die Kandidatin bzw. der Kandidat unverzüglich eine amtsärztliche Untersuchung herbeigeführt hat und mit der Meldung das amtsärztliche Zeugnis vorlegt, das die medizinischen Befundtatsachen enthält, aus denen sich die Studienunfähigkeit ergibt.

(4) Unberücksichtigt bleiben auch bis zu drei Semester im Rahmen eines Auslandsstudiums, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat an der ausländischen Hochschule für das Studienfach, in dem sie bzw. er die Freiversuchsregelung in Anspruch nehmen möchte, eingeschrieben war und darin Lehrveranstaltungen in angemessenem Umfang, in der Regel von mindestens acht Semesterwochenstunden, besucht und je Semester mindestens einen Leistungsnachweis erworben hat.

(5) Ferner bleiben Fachsemester in angemessenem Umfang, höchstens jedoch bis zu zwei Semestern, unberücksichtigt, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat nachweislich während dieser Zeit als gewähltes Mitglied in gesetzlich vorgesehenen Gremien oder satzungsgemäßen Organen der Universität tätig war.

(6) Unter den Bedingungen von Absatz 1 bis 5 kann die Kandidatin bzw. der Kandidat auch bestandene Fachprüfungen innerhalb eines halben Jahres zum Freiversuch erklären und zur Verbesserung der Fachnote einmal wiederholen. Der Antrag auf Zulassung zur Wiederholung ist innerhalb von 6 Monaten zu stellen. Erreicht der Prüfling in der Wiederholungsprüfung eine bessere Fachnote, so ist dies die Fachnote und wird bei der Berechnung der Gesamtnote der Diplomprüfung zugrundegelegt.

§23 Zeugnis

(1) Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat die Diplomprüfung bestanden, so wird ihr bzw. ihm ein Zeugnis ausgestellt.

(2) Das Zeugnis enthält die Namen der Prüferinnen und Prüfer, die Fachnoten, das Thema der Diplomarbeit und deren Note sowie die Gesamtnote.

(3) Im übrigen gilt §15 entsprechend.

§24 Diplomurkunde

(1) Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird der Kandidatin bzw. dem Kandidaten eine Diplomurkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des Diplomgrades gemäß §2 beurkundet.

(2) Die Diplomurkunde wird von der Dekanin bzw. dem Dekan und der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet und mit dem Siegel des Fachbereichs versehen.

IV. Schlußbestimmungen

§25 Ungültigkeit der Diplom-Vorprüfung und der Diplomprüfung

(1) Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, kann der Prüfungsausschuß nachträglich die Noten für diejenigen Prüfungsleistungen, bei deren Erbringung die Kandidatin bzw. der Kandidat getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären.

(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne daß die Kandidatin bzw. der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat die Kandidatin bzw. der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, entscheidet der Prüfungsausschuß unter Beachtung des Verwaltungsverfahrensgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen vom 21. Dezember 1976 (GV. NW. S. 438) in der jeweils geltenden Fassung über die Rechtsfolgen.

(3) Vor einer Entscheidung ist der bzw. dem Betroffenen Gelegenheit zum rechtlichen Gehör zu geben.

(4) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls durch ein neues zu ersetzen. Eine Entscheidung nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 2 ist nach einer Frist von fünf Jahren nach Ausstellung des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.

§26 Einsicht in die Prüfungsakten

(1) Nach Abschluß des Prüfungsverfahrens wird der Kandidatin bzw. dem Kandidaten auf Antrag Einsicht in die Gutachten der Prüferinnen und Prüfer und in die Prüfungsprotokolle gewährt.

(2) Der Antrag ist binnen eines Monats nach Aushändigung des Prüfungszeugnisses bei der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. Die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestimmt Ort und Zeit der Einsichtnahme.

§27 Aberkennung des Diplomgrades

Der verliehene Diplomgrad kann aberkannt werden, wenn sich nachträglich herausstellt, daß er durch Täuschung erworben worden ist, oder wenn wesentliche Voraussetzungen für die Verleihung irrtümlich als gegeben angesehen worden sind. Über die Aberkennung entscheidet der Fachbereichsrat des Fachbereichs Physik.

§28 Übergangsbestimmungen

(1) Diese Prüfungsordnung findet auf alle Studierenden Anwendung, die im Wintersemester 1996/97 erstmalig für den Diplomstudiengang Physik an der Universität Dortmund eingeschrieben worden sind. Studentinnen bzw. Studenten, die bei Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung bereits die Diplom-Vorprüfung bestanden haben, legen die Diplomprüfung nach der im Sommersemester 1996 geltenden Prüfungsordnung ab, es sei denn, daß sie die Anwendung der neuen Prüfungsordnung bei der Zulassung zur Prüfung schriftlich beantragen. Studentinnen bzw. Studenten, die vor dem Wintersemester 1996/97 für den Diplomstudiengang Physik an der Universität Dortmund eingeschrieben worden sind und die Diplom-Vorprüfung noch nicht bestanden haben, legen diese nach der im Sommersemester 1996 geltenden Prüfungsordnung, die Diplomprüfung jedoch nach dieser Prüfungsordnung ab; auf Antrag der Kandidatin bzw. des Kandidaten wird die neue Prüfungsordnung angewendet. Der Antrag auf Anwendung der neuen Prüfungsordnung ist unwiderruflich.

(2) Wiederholungsprüfungen sind nach der Prüfungsordnung abzulegen, nach der die Erstprüfung abgelegt wurde.

(3) Die Diplomprüfungsordnung vom 28.01.1988 ist letztmalig im Sommersemester 2001, die Diplomprüfungsordnung vom 07.02.1974 ist letztmalig im Wintersemester 2000/2001 anwendbar. Nach Ablauf der Übergangsfristen gilt ausschließlich diese neue Prüfungsordnung. Bei der Fortsetzung des Prüfungsverfahrens nach Überschreiten der Übergangsfristen werden alle nach den Prüfungsordnungen von 1988 und 1974 erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen von Amts wegen angerechnet. In Zweifelsfragen entscheidet der Prüfungsausschuss.

(Übergangsbestimmungen)

(1) Diese Ordnung zur Änderung der Prüfungsordnung findet auf alle Studierenden Anwendung, die im Wintersemester 2002/03 erstmalig für den Diplomstudiengang Physik eingeschrieben worden sind. Studierende, die bei Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung bereits die Diplom-Vorprüfung bestanden haben, können auf schriftlichen Antrag die Diplomprüfung im Fach Physik mit dem Vertiefungsgebiet Informatik mit Anwendungen nach dieser Prüfungsordnung ablegen, soweit sie im Grundstudium im Wahlpflichtfach Informatik gewählt haben.