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Nachruf auf Prof. Dr. Heinz Barentzen

Am 21. Januar 2018 verstarb Prof. Dr. Heinz Barentzen im Alter von 77 Jahren.

Heinz Barentzen studierte nach dem Besuch des Gymnasiums in Oberhausen Physik an der TH Darmstadt und promovierte 1970 an der Universität Münster in theoretischer Physik. Er war dann Assistent am Lehrstuhl Experimentelle Physik II (Prof. Fröhlich) der Universität Dortmund und beschäftigte sich theoretisch mit der Spektroskopie elementarer Anregungen in Halbleitern. 1975 wechselte er an das damalige Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr, wo er sich mit theoretischen Modellen für die Wechselwirkungen von Elektronen untereinander und mit den Schwingungsfreiheitsgraden in Molekülen und Festkörpern beschäftigte. Die Universität Dortmund habilitierte ihn 1981 und ernannte ihn 1985 zum außerplanmäßigen Professor. Ab 1989 bis 2011 arbeitete er am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, lehrte aber nach wie vor regelmäßig in Dortmund. Die Hörer seiner Vorlesungen erinnern sich gern an seine ständige Diskussionsbereitschaft, seine präzisen Analysen und die unaufgeregte Art, in seiner perfekten Handschrift an der Tafel ein Netzwerk von Gleichungen zu knüpfen.
Der Naturwissenschaftler Heinz Barentzen hatte aber auch eine künstlerische Seite; als Erwachsener erlernte er das Klavierspiel, das er über Jahrzehnte leidenschaftlich gern und regelmäßig betrieb. Im Jahr 2009 begründete er die Hochschulstiftung Folkwang, die sich der Förderung von Studierenden der Folkwang Universität der Künste in seiner Heimatstadt Essen widmet. Charakteristisch für seine Bescheidenheit ist, dass er seinen eigenen Namen nicht im Namen der Stiftung sehen wollte.
Die Fakultät Physik der TU Dortmund trauert um Prof. Dr. Heinz Barentzen gemeinsam mit seinen Angehörigen und persönlichen Freunden und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

(Foto: privat)